Vom Schaf zur Wolle

„Steinzeit Olli“ schert und spinnt auf dem Mittwochsmarkt

25. Juli 2018 - Die Schafschur am Mittwochsmarkt war ein echter Anziehungspunkt. Ins Schwitzenn kam vor allem Oliver Junker-Matthes, die Schafe ließen die gewohnte Prozedur gelassen über sich ergehen und freuten sich dann über den leichten Sommerdress.

Sonne und kein Ende. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Höchste Zeit, dass die dichte Wolle, in die die ostfriesischen Schafe der Edelkäserei Kalteiche eingepackt sind, einer „Sommerfrisur“ weicht.  Am 25. Juli wird geschoren. Zur Schermaschine greift Oliver Junker-Matthes, auch bekannt als „Steinzeit-Olli“. Der Land- und Forstwirt nahm vor etlichen Jahren mit seiner Familie an einem Experiment teil und lebte über Wochen in einer Pfahlbausiedlung am Bodensee, wie sie vor 5000 Jahren bestand. Die natürliche Lebensweise praktiziert Junker-Matthes inzwischen auf seinem Hof  in der Nähe von Bad Berleburg, wo er selbst Schafe hält. Das Schafscheren und die Wollverarbeitung gehören zu den Arbeitsprozessen, die sich der Selbstversorger über Jahre angeeignet hat.    

Auf dem Mittwochmarkt führte Oliver Junker-Matthes zwischen 12.00 und 18.00 Uhr die Schafschur mehrfach vor und demonstrierte, wie aus dem Fellknäuel ein Wollfaden wird, der sich wiederum zur Fertigung warmer Winterkleidung eignet.